Implantatwechsel
Weil sich Ihr Körper weiterentwickelt.
Neue Balance für Form und Symmetrie
Auch fachgerecht eingesetzte Brustimplantate können sich im Laufe der Jahre verändern. Gründe dafür sind zum Beispiel natürliche Gewebealterung, Gewichtsschwankungen, Schwangerschaften oder Veränderungen des Bindegewebes. Manchmal stehen ästhetische Wünsche im Vordergrund, manchmal gibt es medizinische Gründe, die einen Implantatwechsel sinnvoll oder notwendig machen.
Ziel eines Implantatwechsels ist es, Form, Symmetrie und Haptik der Brust wieder harmonisch aufeinander abzustimmen. Dabei berücksichtigen wir Ihre Ausgangssituation, mögliche Beschwerden und Ihre heutigen Wünsche – für ein Ergebnis, das sich stimmig anfühlt und zu Ihrem Körper passt.
| Behandlungsdauer | ca. 90 – 180 min (je nach Ausgangslage/Technik) |
| Narkose | Vollnarkose |
| Aufenthalt | eine Nacht |
| Nachsorge | Kompressions-BH, ggf. „Stuttgarter Gürtel“ nach Schema |
| Entfernung der Fäden | Selbstauflösende Fäden |
| wieder alltagstauglich | nach ca. 2 Wochen (je nach Tätigkeit/OP-Umfang) |
Kurzüberblick
Das Wichtigste auf einen Blick.
Die zentralen Fakten zur OP, zur Nachsorge und zur voraussichtlichen Ausfallzeit finden Sie hier kurz und verständlich zusammengefasst.
Ablauf eines Implantatwechsels
Damit Sie ein gutes Gefühl bekommen, finden Sie hier den typischen Ablauf eines Implantatwechsels. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, planen wir individuell und in Ruhe.
- Gespräch zu Beschwerden, Wünschen und Ausgangssituation
- Untersuchung, ggf. Ultraschall/Bildgebung
- Analyse von Implantatlage, Brustform und Narben
- Einschätzung von Haut- und Bindegewebe
- Optionen: Implantattyp/-größe/-lage, ggf. Straffung oder Eigenfett
- Aufklärung zu Risiken, Alternativen und realistischen Ergebnissen
1.
Beratung & Planung
- In der Regel Vollnarkose
- Zugang meist über bestehende Narben
- Alte Implantate entfernen
- Bei Bedarf Implantattasche korrigieren/anpassen
- Neue Implantate in geplanter Lage einsetzen
- Wundverschluss meist mit selbstauflösenden Fäden
- Ggf. Drainagen je nach Befund
2.
Operation
- Kompressions-BH tragen, ggf. zusätzlich „Stuttgarter Gürtel“
- Arme schonen, Zug- und Druckbelastung vermeiden
- In den ersten Wochen kein Sport und keine Überkopfbelastung
- Hitze (Sauna/Solarium) und intensive UV-Strahlung meiden
- Mehrere Kontrolltermine für Form, Schwellung und Sensibilität
3.
Nachsorge
Gründe für einen Implantatwechsel
Methoden beim Implantatwechsel
- Austausch bei defektem oder „in die Jahre gekommenem“ Implantat
- Form und Volumen bleiben weitgehend gleich
- Sinnvoll, wenn Sie mit der bisherigen Optik grundsätzlich zufrieden sind
A
Austausch, gleiche Größe
- Wechsel zu größeren oder kleineren Implantaten
- Anpassung von Form und Projektion (z. B. rund ↔ anatomisch, niedrig ↔ hoch)
- Sinnvoll bei veränderten Proportionen, z. B. nach Gewichtsverlust oder Schwangerschaft
G
Größen- oder Formanpassung
- Wechsel der Implantatlage über oder unter dem Muskel, wenn sinnvoll
- Kann sichtbare Ränder oder Falten („Rippling“) reduzieren
- Ziel ist eine stabilere, stimmigere Implantatposition
W
Wechsel der Implantatlage
- Korrektur oder Neuanlage der Implantattasche bei Verrutschen/Fehlposition
- Bei Bedarf kombinierbar mit Bruststraffung oder Formkorrektur
- Optional ergänzend Eigenfett (Lipofilling) für weichere Übergänge und Dekolleté
T
Taschenkorrektur & Kombinationseingriffe
Gut informiert entscheiden
Ein Implantatwechsel ist ein chirurgischer Eingriff und bringt grundsätzlich ähnliche Risiken mit sich wie eine Brustvergrößerung. Dazu zählen Blutergüsse und Schwellungen, Wundheilungsstörungen sowie seltene, aber ernst zu nehmende Infektionen. Auch eine erneute Kapselfibrose ist möglich. In Einzelfällen können Asymmetrien oder Formunregelmäßigkeiten auftreten, ebenso Sensibilitätsveränderungen an Haut oder Brustwarzen. Manchmal kann auch ein weiterer Korrektureingriff notwendig werden.
Durch sorgfältige Planung, eine präzise Operationstechnik und eine konsequente Nachsorge lassen sich Risiken deutlich reduzieren. Ihre persönliche Risikosituation besprechen wir im Beratungsgespräch transparent und in Ruhe.
Häufige Fragen
Vorteile bei uns in der Praxis
Bei uns beginnt der Implantatwechsel mit einer ausführlichen Beratung inklusive Fotodokumentation und genauer Befundanalyse. Planung, Implantatwechsel und mögliche Korrekturen erfolgen aus einer Hand und können bei Bedarf auch mit einer Straffung kombiniert werden. Wir verwenden hochwertige Implantate aus deutscher Produktion. Dr. Beilke begleitet Sie dabei von der ersten Planung bis zur Nachsorge persönlich. Die Nachsorge ist strukturiert und gibt Ihnen klare Zeitpläne für Alltag, Sport und UV.
Müssen Brustimplantate immer nach einer bestimmten Zeit gewechselt werden?
Nein. Ein routinemäßiger Wechsel nach einer festen Anzahl von Jahren ist nicht grundsätzlich nötig. Sinnvoll wird ein Implantatwechsel dann, wenn Beschwerden auftreten, sich Form oder Lage sichtbar verändern, eine Kapselfibrose besteht, ein Defekt vermutet wird oder wenn Sie sich nachvollziehbar eine Anpassung wünschen.
Ist ein Implantatwechsel riskanter als die erste Brustvergrößerung?
Ein Implantatwechsel kann etwas komplexer sein, weil bereits Narbengewebe vorhanden ist. Mit sorgfältiger Planung und Erfahrung bei Revisionseingriffen lässt sich das Risiko jedoch gut steuern. Im Beratungsgespräch erklären wir Ihnen transparent, welche Risiken in Ihrem Fall relevant sind.
Wie lange bin ich nach einem Implantatwechsel arbeitsunfähig?
Das hängt von Ihrer Tätigkeit und vom Umfang des Eingriffs ab. Leichte Bürotätigkeiten sind oft nach 1 bis 2 Wochen wieder möglich. Körperlich belastende Arbeiten und Sport sollten in der Regel länger pausieren.
Kann beim Implantatwechsel gleichzeitig eine Bruststraffung durchgeführt werden?
Ja, das kann häufig sinnvoll sein, zum Beispiel nach starken Gewichtsveränderungen oder nach Schwangerschaften. Im Beratungsgespräch planen wir gemeinsam, ob eine Straffung gleichzeitig die beste Lösung ist.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für einen Implantatwechsel?
Eine Kostenübernahme kommt in der Regel nur infrage, wenn ein medizinischer Grund vorliegt, zum Beispiel nach einer Brustkrebserkrankung oder bei einer ausgeprägten, schmerzhaften Kapselfibrose. Wenn der Wechsel aus rein ästhetischen Gründen erfolgt, ist es meist eine Selbstzahlerleistung. Was in Ihrem Fall möglich ist, besprechen wir gern persönlich.