Schnittführung & Narben

Der Weg zum Ergebnis

Die Schnittführung ist ein wichtiger Teil der Planung, weil sie den Zugang, die Implantatlage und später auch den Narbenverlauf beeinflusst. Deshalb entscheiden wir das nicht „nach Standard“, sondern passend zu Ihrer Anatomie, der gewählten Methode (Implantat oder Eigenfett) und dem gewünschten Ergebnis.

Genauso wichtig ist die Nachsorge: Sie bekommen von uns klare Empfehlungen zur Narbenpflege – von der ersten Wundruhe bis zur gezielten Unterstützung eines möglichst unauffälligen Narbenbilds.

Schnittführung im Überblick

Vorteile: sehr direkter Zugang mit guter Übersicht, die Narbe liegt meist unauffällig in der natürlichen Falte
Zu beachten: die Narbe befindet sich unterhalb der Brust, deshalb sind konsequente Pflege und UV-Schutz besonders wichtig

U

Unterbrustfalte (inframammär)

Vorteile: unauffällige Narbenlinie am Rand des Warzenhofs, zentraler Zugang
Zu beachten: abhängig von Größe des Warzenhofs und dem Pigmentkontrast; Sensibilität und Stillfähigkeit besprechen wir individuell im Beratungsgespräch

B

Brustwarzenschnitt (periareolär)

Vorteile: die Narbe liegt versteckt in der Achselfalte, die Brust selbst bleibt narbenarm
Zu beachten: der Zugang und die Implantatpositionierung sind technisch anspruchsvoller; außerdem berücksichtigen wir die besonderen Bedingungen der Achselhaut (Reibung, Schweiß, Narbenverhalten)

A

Achselschnitt (transaxillär)

Narbenmanagement und Hautqualität

Eine schöne Narbe entsteht nicht nur durch die OP, sondern auch durch die richtige Nachsorge. Wichtig sind zunächst Wundruhe, anschließend Taping oder Silikon nach Plan sowie konsequenter UV-Schutz und das Meiden von starker Hitze (z. B. Sauna) in der frühen Phase. Im Verlauf unterstützen strukturierte Narbenpflege und sanfte Mobilisation die Heilung. Wenn es medizinisch sinnvoll ist, können wir das Narbenbild später gezielt optimieren, zum Beispiel mit passenden Behandlungen zur Textur- oder Rötungsreduktion, immer zum richtigen Zeitpunkt und nach ärztlicher Freigabe.

Nachsorge

Heilung und Kontrolle

Kompressions-BH und ggf. Stuttgarter Gürtel tragen Sie gemäß Plan, damit alles stabil einheilen kann. Aktivitäten werden schrittweise gesteigert, Sport und Überkopfbelastungen zeitlich versetzt. Kontrolltermine geben Sicherheit und helfen, Form und Narbenverlauf zuverlässig zu begleiten.

Wie Sie Narben optimal unterstützen können und was in den ersten Wochen besonders wichtig ist, erläutern wir zusätzlich auf der Seite Nachsorge nach Brustvergrößerung.

Häufige Fragen

Als Orientierung gelten häufig etwa 6 Wochen Sportpause, 6 bis 12 Wochen ohne intensive UV-Strahlung und Hitze sowie rund 4 bis 6 Wochen Kompressionsbekleidung. Die genauen Zeitfenster stimmen wir im Rahmen unseres strukturierten Nachsorgeplans individuell auf Ihren Heilungsverlauf ab.

Der Stuttgarter Gürtel stabilisiert die Implantatlage und kann ein Hochrutschen verhindern. Typischerweise wird er 1 bis 2 Wochen durchgehend getragen, danach je nach ärztlicher Empfehlung. Bei einer Brustvergrößerung mit Eigenfett ist kein Brustgurt nötig, dafür ist Kompression an den Entnahmestellen wichtig.

Der medizinische BH unterstützt die Formgebung und Stabilität in der Heilungsphase. Üblich sind etwa 4 bis 6 Wochen, oft Tag und Nacht. Danach ist je nach Heilungsverlauf der Wechsel auf Sport- oder Soft-BHs möglich.

UV-Strahlung und starke Hitze können die Narben dunkler pigmentieren, Entzündungen begünstigen und die Heilung verzögern. Deshalb empfehlen wir, Solarium und intensive Sonne für mindestens 6 Wochen konsequent zu meiden. Danach gilt: Narben immer konsequent mit LSF 50 schützen.

In den ersten 1 bis 6 Wochen empfehlen wir Rückenlage, am besten leicht erhöht, zum Beispiel mit einem Keilkissen. Ab etwa Woche 6 bis 7 ist seitliches Schlafen meist wieder möglich. Bauchlage bitte frühestens ab Woche 7 bis 12, je nach Implantatlage und Heilungsverlauf.

Meist ab etwa Woche 2 bis 3, sobald wir es bei der Kontrolle freigeben.